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Viele gebogene Röhren eines Chemiewerks

Menschen & Vision: Elektrifizierte Chemie

Mit grünem Strom können Chemieanlagen umweltfreundlicher laufen
Lesedauer 1 min
09. Oktober 2026

Elektrifizierte Hochtemperaturprozesse für die Zukunft der Chemie: Sypox erzeugt Synthesegas für die Herstellung von Methanol und synthetischen Kraftstoffen in einem kompakten Reaktor.

Die Menschen

Martin Baumgärtl und Gianluca Pauletto verbindet die Leidenschaft für Chemie und nachhaltige Energietechnologien. Baumgärtl, geboren in Altötting, studierte Chemie an der Technischen Universität München (TUM) und promovierte über heterogene Katalyse.

Pauletto stammt aus dem italienischen Castel­franco Veneto, studierte Chemie- und Verfahrenstechnik an der Universität Padua und promovierte in Kanada. Aus seiner Forschung zur effizienteren Nutzung von Erdgas entstand die Idee, chemische Prozesse elektrisch zu beheizen. Gemeinsam mit Baumgärtl entwickelte er den Ansatz weiter und gründete das TUM-Spin-off Sypox.

Die Gründer Gianluca Pauletto (l.) und Martin Baumgärtl vor einer Demoanlage ihres Start-ups Sypox

Die Vision

„Wir wollen die Elektrifizierung energieintensiver chemischer Prozesse vorantreiben“, so beschreibt Baumgärtl das Ziel von Sypox. Die Technologie des Unternehmens ersetzt fossile Brennstoffe in industriellen Hochtemperaturprozessen durch Elektrizität zur Beheizung der Reaktoren. Dadurch können synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) sowie Wasserstoff, Methanol und weitere Grundchemikalien künftig deutlich emissionsärmer hergestellt werden. Aktuell arbeiten die Gründer an ihrem ersten kommerziellen elektrisch beheizten Zehn-Megawatt-Reformer, der in Dänemark Synthesegas für die Methanolproduktion erzeugen soll.