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Ein Oktopus unter Wasser

Farbwechsel wie beim Oktopus

Passt sich farblich der Umgebung an: ein Oktopus
Lesedauer 1 min
27. August 2026

Herr Güsken, was können wir vom Oktopus lernen?

Gemeinsam mit Forschern der Stanford University in Kalifornien haben wir eine ultradünne photo­nische Haut entwickelt, die Ober­flächenstruktur und Farbe unabhängig voneinander ändern kann, ähnlich wie bei einem Oktopus. Im Labor lässt sich auf fünf bis zehn Quadratmillimetern bereits die Anpassung an farblich unterschiedliche Hintergründe demonstrieren. 

Portrait Nicholas Güsken

»Ein Schritt hin zu lebendiger, adaptiver Technik«

Jun.-Prof. Dr. Nicholas Güsken forscht und lehrt im Fachbereich Quantenphotonik & Optoelektronik an der Universität Paderborn.

Die Technologie könnte zum Beispiel bei Sensoren für Soft Robotics oder smarten Textilien zum Einsatz kommen. Sie vereint Methoden aus der Halbleiterfertigung, biologische Polymere und physikalische Konzepte wie optische Resonanzen in Dünnschichten. Bis die ersten Displays mit Oktopus-Oberfläche zur Anwendung kommen, benötigen wir noch Lösungen, etwa für die Steuerung der photonischen Haut. Langfristig könnten KI-gesteuerte Systeme die Materialien autonom in Echtzeit anpassen – ein Schritt hin zu lebendiger, adaptiver Technik.