Gemeinsam mit Forschern der Stanford University in Kalifornien haben wir eine ultradünne photonische Haut entwickelt, die Oberflächenstruktur und Farbe unabhängig voneinander ändern kann, ähnlich wie bei einem Oktopus. Im Labor lässt sich auf fünf bis zehn Quadratmillimetern bereits die Anpassung an farblich unterschiedliche Hintergründe demonstrieren.
»Ein Schritt hin zu lebendiger, adaptiver Technik«
Jun.-Prof. Dr. Nicholas Güsken forscht und lehrt im Fachbereich Quantenphotonik & Optoelektronik an der Universität Paderborn.
Die Technologie könnte zum Beispiel bei Sensoren für Soft Robotics oder smarten Textilien zum Einsatz kommen. Sie vereint Methoden aus der Halbleiterfertigung, biologische Polymere und physikalische Konzepte wie optische Resonanzen in Dünnschichten. Bis die ersten Displays mit Oktopus-Oberfläche zur Anwendung kommen, benötigen wir noch Lösungen, etwa für die Steuerung der photonischen Haut. Langfristig könnten KI-gesteuerte Systeme die Materialien autonom in Echtzeit anpassen – ein Schritt hin zu lebendiger, adaptiver Technik.