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Eine Milchspirale

Die Milch macht’s

Milch in der Kreislaufwirtschaft
Lesedauer 1 min
20. August 2026

Forscher aus den USA verwandeln Kasein und Molkenproteine in einen nachhaltigeren Kunststoff für die additive Fertigung.

Weltweit werden jährlich circa 116 Millionen Tonnen Milchprodukte verschwendet oder entsorgt. Um diese Reststoffe nutzbar zu machen, haben Dr. John Obielodan und Dr. Joseph Wu von der University of Wisconsin-Platteville eine innovative Lösung entwickelt: Ihr patentiertes Verfahren überführt Milchabfälle in einen biologisch abbaubaren Kunststoff für den 3D-Druck. Grundlage sind Kasein und Molkenproteine, die aus verdorbener Milch extrahiert und mit Polymeren kombiniert werden. Dabei entfernt Butanol zunächst störende Fettanteile der Proteine, um die Druckfähigkeit zu verbessern. Anschließend werden die gereinigten Proteine mit herkömmlichen Polymeren gemischt. 

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Von zentraler Bedeutung dabei ist die präzise Abstimmung der Formulierung, denn das Mischungsverhältnis beeinflusst maßgeblich mechanische Eigenschaften wie Festigkeit, Flexibilität und Druckstabilität. Das Ergebnis ist ein druck­fähiges Material mit biobasiertem Anteil als umwelt­freund­lichere Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen.